Immuntherapien

Immuntherapien

Welche Immuntherapien gibt es

Interferon- Ipiliumumab - Bevacizumab - Cetuximab - dendritische Zellen

Die Immuntherapien

 

Die bekannteste Aufgabe des Immunsystems ist die Abwehr von Infektionen. Es ist weniger bekannt, dass das Immunsystem auch eine wichtige Funktion bei der Beseitigung von gealterten und geschädigten Zellen spielt, so auch von Krebszellen, Die Zellen und Eiweiße des Immunsystems unterscheiden im Körper zwischen „ fremd“ und „selbst“, „gesund“ von „krank“ oder „geschädigt“. Erkennen sie Krankheitserreger oder geschädigte Zellen dann müssen sie:

 

  • eine Infektion eindämmen und nach Möglichkeit abwehren oder die geschädigten Zellen zerstören,
  • die Immunantwort regulieren und wieder beenden, um nicht aus Versehen auch gesunde körpereigene Zellen anzugreifen, und
  • eine Erinnerungsfunktion haben. Ein immunologisches Gedächtnis bewahrt vor dem erneuten Auftreten einer Krankheit.

 

 

Die Steuerung dieser Vorgänge ist kompliziert. Das Immunsystem hat die Aufgabe Krankheitserreger und geschädigte Zellen rasch anzugreifen und zu zerstören. Gleichzeitig ist es nicht möglich auf körpereigene gesunde Zellen mit ähnlichen Eigenschaften zu reagieren. Solche „falschen“ Reaktionen des Immunsystems existieren jedoch. Sie sind beispielsweise Auslöser von Autoimmunerkrankungen wie Rheuma oder Multipler Sklerose. An der Immunantwort sind viele verschiedene Zellen des Immunsystems beteiligt. Diese müssen zum richtigen Zeitpunkt angeregt und dann wieder gehemmt werden. Die Antwort des Immunsystems muss zudem in der richtigen Reihenfolge ablaufen. Aus diesem Grund steuern verschiedene Botenstoffe die Reaktion des Immunsystems. Interferone und Interleukine sind Beispiele für solche Botenstoffe oder „Zytokine“, daneben gibt es noch weitere. Bei der Erkennung von Tumorzellen hat es das Immunsystem schwer, da Krebszellen körpereigene Zellen sind. Der eigene Körper sollte normalerweise nicht angegriffen werden. Im Vergleich zu gesunden Zellen tragen Tumorzellen jedoch mehr oder weniger große Veränderungen. Darum ist das Immunsystem in der Lage, solche „kranken“ Zellen zu erkennen und zu vernichten. Dieser Prozess passiert bei gesunden Menschen regelmäßig. Das Problem besteht darin, dass Krebszellen Ausweichstrategien gegen eine Immunantwort entwickeln. Zum Beispiel indem sie sich „unsichtbar“ für das Immunsystem machen. Oder indem sie die Immunreaktion hemmen. So können sie der Immunabwehr entkommen. Seit langem versuchen nun Wissenschaftler die fehlende Immunreaktion auf Krebszellen künstlich herzustellen [krebsinformationsdienst].

 

Eine Form der Immuntherapie sind Interferone. Sie gehören zu den Zellhormonen und können Zellen des Immunsystems aktivieren, so dass kranke Zellen markiert werden. Die Interferone werden nach ihrer Struktur in alpha-, beta- und gamma-Interferone unterteilt. Obwohl Interferone körpereigne Substanzen sind, können sie beträchtliche Nebenwirkungen bewirken. Viele Patienten haben Symptome, die denen eines grippalen Infektes ähneln, z.B. Fieber, Appetitlosigkeit oder Übelkeit, Abgeschlagenheit und Kopf- und Gelenkschmerzen. Diese Nebenwirkungen führen längerfristig auch zu Gewichtsverlust. Auch ist ein Absinken der weißen Blutkörperchen und der Blutplättchen möglich.

Monoklonale Antikörper sind nicht fähig auf Tumorzellen zu reagieren, da diese nur selten so veränderte Antigene auf ihrer Oberfläche präsentieren, dass ein Antikörper darauf reagiert.bDurch sie ist es jedoch möglich, dass einzelne Substanzen oder Zelltypen mit für sie spezifischen Antikörpern aus dem Blut herausgefischt und angereichert werden. Verbindet man die Antikörpermoleküle mit radioaktiven oder fluoreszierenden Stoffen, so werden sie sichtbar oder messbar, so werden Tumormarker aus dem Blut nachgewiesen. Bei der Immunszintigraphie werden die monoklonalen Antikörper auch zur Auffindung von kleinen Tumorherden im Körper genutzt. Folgende Antikörper verwendet man heute für die Therapie:

 

  • Der Antikörper in der Brustkrebstherapie hat die Aufgabe, ein Wachstumssignal für Krebszellen zu stoppen. Der Antikörper ergänzt übliche Behandlungsverfahren, ohne sie zu ersetzten.
  • Der Antikörper, der gegen eine Leukämieform zugelassen ist, wendet sich ebenfalls gegen ein krebsspezifisches Merkmal. Es wurde mit einem Zytostatikum gekoppelt [onkologie.hexal].

 

Neuere monoklonale Antikörper sind:

 

Ipiliumumab: ist ein vollständig humanisierter monoklonaler Antikörper, der bei der Melanombehandlung eingesetzt wird und sich gegen das Protein CTLA-4 richtet. Als sehr häufige Nebenwirkungen werden Appetitlosigkeit, Durchfall, Hautausschlag und Müdigkeits- oder Schwächegefühle beschrieben [wikipedia].

 

Bevacizumab: ist ein humanisierter monoklonaler Antikörper aus der Gruppe der Immunglobuline( IgG1). Es ist ein Angiogenesehemmer. Als Angiogenese bezeichnet man die Neubildung von Blutgefäßen im menschlichen Körper. Er ist für das Fortschreiten zahlreicher Krebserkrankungen bedeutungsvoll. In Europa ist Bevacizumab als Medikament zur Behandlung von sechs Krebserkrankungen im fortgeschrittenem Stadium zugelassen. Es handelt sich um: Darmkrebs, Brustkrebs, Lungenkrebs, Nierenkrebs, Eierstockkrebs und Zervixkarzinom [wikipedia]. Sehr häufige Nebenwirkungen sind: Bluthochdruck, Schwäche, Müdigkeit, Durchfall, Schmerzen, Weiße Blutkörperchen-Mangel, Blutplättchenmangel, Nervenempfindlichkeitsstörung, Geschmacksstörungen, Magen-Darm-Durchbruch etc. um nur einige zu nennen [onmeda].

 

Cetuximab: ist ein therapeutischer chimärer monoklonaler Antikörper vom Typ IgG1, der gegen den epidermalen Wachstumsfaktor ( EGFR) gerichtet ist. Er ist gegen ein Tumorantigen gerichtet, das in den Membranen von menschlichen Körperzellen vorliegt. Er wird eingesetzt zur Behandlung des metastasierenden EGFR-exprimierenden Kolorektalkarzinom mit nicht mutiertem Ras-Gen. Weiterhin wird er eingesetzt zur Behandlung von Patienten mit Plattenepithelkarzinom im Kopf- und Halsbereich [wikipedia]. Häufige Nebenwirkungen sind: Magnesiummangel im Blut, Anstieg der Leberenzymwerte, Hautreaktionen, leichte oder mittelschwere infusionsbedingte Reaktionen, leichte bis mittelschwere Schleimhautentzündung ( dadurch auch Nasenbluten) [onmeda].

 

dendritische Zellen: [mehr hier]

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