Gehirntumor_Schilddrüsenkrebs_Rachenkrebs

Krebsarten

Hier finden Sie Informationen zu:

Gehirntumor - Schilddrüsenkrebs - Rachenkrebs - Lymphknotenkrebs

Glioblastom [Gehirntumor]:

 

ist der häufigste bösartige hirneigene Tumor bei Erwachsenen. Wenn möglich wird versucht den Tumor operativ zu entfernen oder die Tumormasse zu reduzieren. Die mittlere Überlebenszeit liegt bei 15 Monaten und kann mit schulmedizinischen Behandlungsmethoden nicht geheilt werden. Eine Chemotherapie wirkt oftmals nicht, da die Zytostatika die Bluthirnschranke nicht überwinden können. Eine Bestrahlung wird oft als Therapiemaßnahme eingesetzt, die aber auch für die meisten Betroffenen eine schmerzhafte Prozedur sein kann. (Verbrennungen der Kopfhaut usw.)

Eine Immuntherapie ist eine vielversprechende Therapiemaßnahme, die wenig belastet bei einer Erhaltung der Lebensqualität. Das Serum bei einer Tumorimpfung [z.B. dendritische Zellen] überwindet die Bluthirnschranke, bei gleichzeitiger Bekämpfung von Metastasen. Die Wirkung einer Immuntherapie mit „dendritischen Zellen“ wird in dutzenden Publikationen, Dissertationen und Studien nachgewiesen. Hier erfahren Sie mehr über die [dendritische Zelltherapie]

Schilddrüsenkrebs [Schiddrüsenkarzinom]

 

Schilddrüsenkrebs ist eine seltene, jedoch sehr tückische Krebserkrankung. Der Krebsbefall ist meist symptomlos bis sich der Tumor in umliegendes Gewebe ausgedehnt hat. Der Großteil aller Schilddrüsenkarzinome lässt sich einem der vier Typen zuordnen:

 

 

  • papilläres Schilddrüsenkarzinom: umfasst 60% aller Fälle.
  • follikuläres Schilddrüsenkarzinom: etwa 30% der Fälle.
  • medulläres Schilddrüsenkarzinom (C-Zell-Karzinom, MTC): etwa 5% der Fälle.
  • anaplastisches Karzinom (undifferenziertes Schilddrüsenkarzinom): etwa 1% der Fälle.

 

  1. Das papilläre Schilddrüsen-Ca ist die häufigste Form, wobei Frauen mehr betroffen sind als Männer. Die Krebszellen breiten sich hauptsächlich über das Lymphsystem aus (lymphogene Metastasierung). Häufig werden die Lymphknoten am Hals betroffen.

Bei adäquater Therapie ist es möglich ein papilläres Schilddrüsenkarzinom in etwa 80% der Fälle auszuheilen (Zehn-Jahres-Überlebensrate).

  1. Das follikuläre Schilddrüsenkarzinom als zweithäufigster Typ betrifft vorwiegend Frauen. Eine Krebsausbreitung erfolgt meist über das Blut (hämatogene Metastasierung). Die Krebszellen breiten sich häufig zum Gehirn oder in die Lunge aus. Die Heilungschancen sind etwas schlechter als beim papillären Schilddrüsenkrebs. Die Zehn-Jahres-Überlebensrate nach Behandlung beträgt 60 bis 70%.
  2. Das medulläre Schilddrüsenkarzinom (auch C-Zell-Karzinom genannt) entwickelt sich aus C-Zellen, nicht aus Thyreozyten. Diese produzieren das Hormon Calcitonin. Es dient der Regulation des Phospat -und Calciumhaushalts. Bei einem Karzinom wird Calcitonin überproduziert. Dadurch sinkt der Calciumwert im Blut. Es können Gefühlsstörungen auftreten. Auch treten vermehrt Durchfälle auf. Sie beruhen auf der Bildung von Substanzen, die vom Tumor produziert werden, sogenannte vasoaktive Substanzen. Männer und Frauen sind gleich häufig betroffen. Die Zehn-Jahres-Überlebensrate beträgt etwa 50 bis 70 Prozent.
  3. Das anaplastische Schilddrüsenkarzinom wächst sehr schnell und aggressiv und hat geringe Heilungschancen. Männer und Frauen sind gleich häufig betroffen. Die Lebenserwartung ist sehr gering. Nach Stellung der Diagnose leben die Erkrankten durchschnittlich noch 6 Monate [netdoktor].

 

Die Vorgehensweise bei Schilddrüsenkrebs ist meist die vollständige Schilddrüsenentfernung (Thyreoidektomie) [Oncology-guide]. Danach erfolgt beim papillären und follikulären Schilddrüsenkrebs die Radiojodtherapie. Sie dient der Entfernung von Schilddrüsenrestgewebe. Der Patient erhält radioaktiv markiertes Jod, das sich in den stoffwechselaktiven Schilddrüsenzellen anreichert und sie zerstört. Eine Bestrahlung von außen ist wenig wirksam. Die Krebszellen sprechen auch wenig auf Zytostatika an. Die einzelnen Typen von Schilddrüsenkrebs werden verschieden therapiert. Das papilläre Schilddrüsenkarzinom wird durch Hemi-Thyreoidektomie behandelt, wenn keine Lymphknotenmetastasen bestehen und der Tumor nicht grösser als 1,5 Zentimeter ist. Weiterhin werden die Halslymphknoten entfernt. Ist das Karzinom grösser und vom umliegenden Gewebe kaum abgrenzbar, erfolgt die totale Thyreoidektomie. 10 bis 14 Tage nach der Operation beginnt die Radiojodtherapie. Lebenslang muss eine hohe Dosis von Schilddrüsenhormon (Thyroxin T4) eingenommen werden.

 

Dadurch wird die Ausschüttung von TSH supprimiert, die eventuell vorhandene Restzellen zum Wachstum anregen würde. Beim follikulären Schilddrüsenkarzinom wird unabhängig von der Tumorgröße die gesamte Schilddrüse entfernt (totale Thyreoidektomie). Danach folgen Radiojodtherapie und hochdosierte Gabe von Thyroxin. Beim medullären Schilddrüsenkarzinom wird die gesamte Schilddrüse entfernt (totale Thyreoidektomie). Dann erfolgt die Gabe von Thyroxin im normal hohen Bereich. Bei den auftretenden starken Durchfällen wird oft eine opioidhaltige Lösung verwendet. Das anaplastische Schilddrüsenkarzinom wird meist äußerlich bestrahlt, um eine Tumorverkleinerung durchzuführen und Druckgefühl beim Schlucken und Atembeschwerden zu lindern [netdoktor].

 

Als Nebenwirkungen der einzelnen Therapien treten u.a. bei der Operation die Gefahr einer Verletzung der Stimmbandnerven auf. Dies führt zu vorübergehenden oder dauerhaften Beschwerden beim Sprechen und Heiserkeit. Meist wird eine logopädische Behandlung durchgeführt. Nebenwirkung der Radiotherapie ist eine geringe Speichelproduktion. Dies bedingt Kariesgefahr.

Die externe Strahlentherapie bedingt: Rötung, Schwellung, Gefahr von Heiserkeit und Schluckbeschwerden. Selten sind Verhärtungen der Halsweichteile und Entzündungen des Kehlkopfknorpels dauerhafte Nebenwirkungen. Das Risiko 10 bis 30 Jahre später erneut an Krebs zu erkranken infolge einer Strahlentherapie ist sehr gering.

 

Eine weitere wirkungsvolle Therapie bei Schilddrüsenkarzinom sind dendritische Zellen. Zahlreiche Studien und Einzelfallberichte, ebenso Doktorarbeiten belegen die Wirksamkeit dieser Behandlungsform. Als Nebenwirkung treten lediglich grippeähnliche Symptome auf, die innerhalb von 48 Stunden abklingen. Hier erfahren Sie mehr über die [dendritische Zelltherapie]

Rachenkrebs [Pharynxkarzinom]

 

Eine Krebserkrankung des Schlundes (Pharynx) wird oft längere Zeit nicht entdeckt. Eine späte Entdeckung erfolgt meist durch eine Lymphknotenschwellung am Hals. Der Schlund (Pharynx) wird in drei Abschnitte unterteilt:

 

  1. Oberer Abschnitt: Der obere Teil, der sogenannte Nasopharynx (Epipharynx) beginnt hinter der Nasenhöhle und sein Ende liegt oberhalb des weichen Gaumens.
  2. Mittler Abschnitt: Zum Oropharyx (Mesopharynx) als dem Mund zugehörig, gehören neben der Hinterwand des Schlundes auch der Zungengrund, die Rachenmandeln und die vordere Oberfläche des weichen Gaumens. Das Ende liegt am Übergang zum Kehlkopf.
  3. Unterer Abschnitt: Der unterste Teil des Schlundes, der Hypopharynx beginnt dort, wo Luft- und Speiseweg sich trennen und liegt hinter dem Kehlkopfeingang sowie an den Seiten.

 

Pharyxkarzinome sind in über 90% Plattenepithelkarzinome, die von der Schleimhaut ausgehen. Meist erkranken Männer um das 60. Lebensjahr an Krebs im Hypo- oder Oropharynx. Die häufigste Lokalisation bösartiger Erkrankungen ist der Oropharynx. Bestimmte Tumorerkrankungen im Nasopharynx treten gehäuft in Südchina, Nordafrika und Alaska auf und beruhen auf einer Infektion durch das Epstein-Barr-Virus (EBV-Virus). Die Hauptursache von Oro- und Hypopharynxkarzinomen sind Alkohol- und Tabakprodukte. Man unterscheidet verschiedene Tumortypen im Nasopharynx. Wichtig ist vor allem eine Unterscheidung zwischen einem verhornenden Plattenepithelkarzinom und einem nichtverhornenden Plattenepithelkarzinom. Es kommt zu einem regional gehäuften Auftreten der nichtverhornenden Plattenepithelkarzinome des Nasopharynx. Sogenannte Endemiegebiete, d.h. Gegenden, in denen diese Krankheit häufig ist, sind Südchina, Nordafrika und Alaska. Dort beträgt die Neuerkrankungsrate 15 bis 40 Neuerkrankungen pro 100000 Einwohner pro Jahr. Sie treten meist zwischen dem vierten und dem sechsten Lebensjahrzehnt auf. Etwa 20% der Erkrankten sind jünger als 30 Jahre [apotheken-umschau].

Bei der Therapie des Rachenkrebses gibt es verschiedene Verfahren: Operationen, Strahlentherapie und Chemotherapie.

Bei Nasopharyxkarzinom ist eine operative Behandlung eher ungeeignet. Dies liegt daran, daß ein Nasopharynxkarzinom wegen seiner Lage im oberen Teil des Rachens schwer zugänglich ist. Jedoch ist das Nasopharynxkarzinom sehr strahlensensibel. In frühen Tumorstadien besteht die Behandlung vorwiegend in einer Bestrahlung. Bei fortgeschrittenem Pharynxkarzinom erfolgt eine Kombination mit einer Chemotherapie (sog. Radiochemotherapie). Bei Rachenkrebs im Mundrachenraum (Oropharynx) ist die Lage des Karzinoms für die Therapie entscheidend.

Meist ist ein Oropharynxkarzinom gut zugänglich und es empfiehlt sich in frühen Stadien eine Operation. Eventuell werden auch laserchirurgische Maßnahmen eingesetzt. Ist eine operative Entfernung unmöglich, erfolgt eine Strahlentherapie. Auch eine Radiochemotherapie kann bei weit fortgeschrittenem Rachenkrebs sinnvoll sein. Bei Hypopharynxkarzinom besteht die Therapie nach Möglichkeit in einer vollständigen Entfernung des Karzinoms bei gleichzeitiger Erhaltung der Sprechfunktion. Da der untere Rachenraumteil unmittelbar hinter dem Kehlkopf liegt, kann dieser bei Operationen nicht immer erhalten werden.

Kleinere Hypopharynxkarzinome werden meist operativ entfernt. Bei größeren Pharynxkarzinomen mit Lymphknotenmetastasen kommt eine Operation mit nachfolgender Bestrahlung und auch eine Kombination von Strahlen- und Chemotherapie zum Einsatz. Bei ausgedehntem metastasierendem Rachenkrebs reicht ein örtlicher Eingriff im Rachen nicht aus, sondern es sind umfassendere Operationen notwendig. Meist wird eine Neck Dissektion durchgeführt. Dabei wird der Rachenkrebs entfernt, als auch die Halslymphknoten oder weitere Strukturen im Hals.

Man unterscheidet:

 

  1. Radikale Neck Dissection (RND): Neben allen Halslymphknoten wird eine Vene und ein Nerv, sowie ein Muskel entnommen.
  2. Modifizierte radikale Neck Dissection (MRND): Alle Halslymphknoten werden entfernt, mindestens eine oder mehrere nichtlymphatische Strukturen bleiben jedoch erhalten.
  3. Selektive Neck Dissection (SND): Es werden nur bestimmte Lymphknoten entfernt, nicht-lymphatische Strukturen bleiben möglichst erhalten.
  4. Erweiterte radikale Neck Dissection (ERND): Der chirurgische Eingriff wird auf zusätzliche Lymphknotengruppen oder andere Körpergewebe ausgedehnt [onmeda].

 

Als Nebenwirkung der Strahlentherapie treten Schleimhautentzündungen auf. Am Ort der Bestrahlung kann es zu Hautreizungen kommen, wobei die Symptome ähnlich der eines Sonnenbrandes sind. Spätreaktionen der Strahlentherapie, die Monate oder Jahre nach der Behandlung auftreten, sind bleibende Hautveränderungen, erweiterte Äderchen (Teleangiektasien), und Gewebsverhärtungen (Fibrose). [netdoktor].

Als Nebenwirkung einer Chemotherapie ist zu bemerken, dass Zytostatika nur Zellen angreifen, die sich schnell teilen. Dazu gehören in erster Linie Krebszellen. Aber es gibt auch gesunde Zellen, die sich schnell teilen. Die häufigsten Nebenwirkungen einer Chemotherapie sind Übelkeit, Erbrechen und Haarausfall. Daneben können auch folgende Nebenwirkungen auftreten: Appetitlosigkeit, Bauchschmerzen, Durchfall, Nagelveränderungen, Frösteln, Schwitzen, Fieber, Erschöpfungszustände ( Fatigue ), Störungen der Blutbildung, erhöhtes Infektionsrisiko. Langfristig können auch organische Schäden, etwa an den Nieren, der Leber, der Lunge oder am Herzen auftreten. Auch kann eine Störung der Keimdrüsenfunktion vorhanden sein, wodurch die Fortpflanzungsfähigkeit beeinträchtigt werden kann [gesundheit].

 

Eine weitere sehr erfolgreiche Behandlungsmethode bei Rachenkrebs sind dendritische Zellen. Es ist eine sehr wirksame Behandlung. Sie kann als Monotherapie oder Kombinationstherapie mit einer Chemo– oder Strahlentherapie ausgeführt werden. Die Nebenwirkungen dieser Therapien werden gemildert und das Immunsystem gestärkt. Geringe Nebenwirkungen in Form grippeähnlicher Symptome, die innerhalb von 48 Stunden abklingen, können auftreten. Hier erfahren Sie mehr über die [dendritische Zelltherapie]

LYMPHOM [Non-Hodgkin-Lymphom]

 

Lymphom ist ein Sammelbegriff für Lymphknotenvergrößerungen beziehungsweise Lymphknotenschwellungen und Tumoren des Lymphgewebes. Maligne Lymphome sind bösartige Neubildungen (Neoplasien). Maligne Lymphome betreffen hauptsächlich ältere Menschen. Der Altersgipfel liegt im 6. Lebensjahrzehnt. Es gibt allerdings auch bösartige Lymphome, die bereits im Kindesalter auftreten. Die WHO-Klassifikation unterscheidet das Hodgkin-Lymphom und Non-Hodgkin-Lymphom. Letztere werden unterteilt in B-Zell-Lymphome und T-Zell-Lymphome [Wikipedia]. Die Hodgkin-Krankheit ist mit zwei bis drei Erkrankungen pro 100000 Einwohnern jährlich eine seltene Erkrankung. Der Lymphdrüsenkrebs kann in jedem Alter eintreten. Am häufigsten erkranken Menschen zwischen dem 20. Und 30. Lebensjahr. Ein weiterer, etwas kleinerer Häufigkeitsgipfel findet sich bei Menschen nach dem 65. Lebensjahr. Mit einer Kombination von Chemotherapie und Strahlenbehandlung kann Morbus Hodgkin in über 90 Prozent der Fälle geheilt werden. Auch in fortgeschrittenen Stadien besteht noch eine Heilungschance. Ohne eine Behandlung verläuft die Erkrankung meist tödlich. Abhängig von der Art und dem Ausmaß der nachgewiesenen Lymhomzellen, unterscheidet man 2 verschiedene Typen des Morbus Hodgkin:

 

  1. Lymphozytenprädominante Form des Hodgkin-Lymphoms

(mit etwa 5% relativ selten).

  1. Klassisches Hodgkin-Lymphom:

a: nodulär sklerosierender Typ (mit ca. 65% die häufigste Form).

b: Mischtyp ( ca. 25% ).

c: lymphozytenreicher klassischer Typ (mit etwa 4% der Fälle).

d: lymphozytenarmer klassischer Typ (mit etwa 1% relativ sealten.

e: nicht klassifizierbares Hodgkin-Lymphom.

 

Die Hodgkinerkrankung ist relativ gut durch kombinierte Chemo – und Strahlentherapie behandelbar. Meist wird zunächst eine Chemotherapie durchgeführt und anschließend bestrahlt. Bei einer Chemotherapie sollen die bösartigen Lymphomzellen abgetötet werden. Mehrere Zytostatika werden nach einem festgelegten Zeitplan in regelmäßigen Abständen (Zyklen) verabreicht.

Das Hodgkin-Lymphom ist sehr strahlensensibel. Nebenwirkungen der Behandlung bleiben nicht aus, da sowohl die Chemo- als auch die Strahlentherapie bösartiges, als auch gesundes Gewebe angreifen. Es kann zu Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Haarausfall, Schwäche, Schleimhautentzündungen und Infektionskrankheiten kommen. Als mögliche Spätfolgen der Behandlung sind Organschädigungen, beispielsweise von Schilddrüse, Lunge und Herz möglich. Das Zweitkrebserkrankungsrisiko kann durch die Therapie erhöht werden.

Auch die Fruchtbarkeit kann in Mitleidenschaft gezogen werden. Bei der Hodgkinerkrankung kommt eine Transplantation von Blutstammzellen – das sind Vorläuferzellen des blutbildenden Systems – dann infrage, wenn es zu einem Rückfall kommt und eine nochmalige herkömmliche Chemo– oder Strahlentherapie nicht wirksam erscheinen. Hierbei werden dem Patienten nach einer herkömmlichen Chemotherapie eigene Blutzellen entnommen und diese nach einer hochdosierten, die das gesamte blutbildende System zerstört, zurückübertragen (autologe Blutstammzelltransplantation). Dadurch wird das blutbildende System wiederhergestellt. Als Non-Hodgkin-Lymphom umfasst man die Gruppe aller malignen Lymphome, d.h. monoklonaler Neoplasien von B-oder T-Zellen, die nicht Merkmale eines Hogkin-Lymphoms tragen. B-Zell-Lymphome machen ca. 80-85% der Non-Hodgkin-Lymphome aus. Die Inzidenz liegt bei 5-10 pro 100.000/Jahr. Männer sind häufiger betroffen als Frauen. Eine Häufung ist v.a. im höheren Lebensalter vorhanden. Ein drastisch erhöhtes Erkrankungsrisiko besteht bei HIV-Erkrankungen (flexion.doccheck). Je nach Ausbreitung im Körper wird ein Hodgkin-Lymphom einem von 4 Stadien zugeteilt (nach Ann-Arbor):

 

Stadium I: Befall nur einer Lymphknotenregion.

Stadium II: Befall von Lymphknoten auf einer Seite des Zwerchfells (Brustkorb oder Bauchraum). Befall von 2 oder mehr Lymphknotenregionen.

Stadium III: Befall von Lymphknoten auf beiden Seiten des Zwerchfells (sowohl Brustkorb als auch Bauchraum), Befall von 2 oder mehr Lymphknotenregionen.

Stadium IV: Befall eines oder mehrerer extralymphatischer Organe (Gehirn, Knochen) unabhängig vom Befallmuster der Lymphknoten.

 

Die Non-Hodgkin-Lymphom-Therapie hängt vom Lymphom-Typ ab und ist daher unterschiedlich. Generell sprechen hoch maligne Lymphome weit besser auf die Therapie an als die niedrig malignen. Aus diesem Grunde bestehen bei einem hochmalignen Non-Hodgkin-Lymphom in allen Erkrankungsstadien Chancen auf eine Heilung, während dies bei einem niedrig-malignen Non-Hodgkin-Lymphom meist nur in den Stadien I und II möglich ist. Ein niedrig malignes Non-Hodgkin-Lymphom (Stadium I und II) kann häufig allein durch Bestrahlung geheilt werden. Bei einem hochmalignen Non-Hodgkin-Lymphom sowie einem fortgeschrittenem niedrig-malignen Non-Hodgkin-Lymphom (Stadium III und IV) ist in der Regel eine Chemotherapie nach dem COPD-Schema notwendig. COPD steht für die Wirkstoffkombination: Cyclophosphamid, Hydroxydaunorubicin, Oncovin und Prednisolon. Ist das Non-Hodgkin-Lymphom bereits fortgeschritten, kann auch die „ Watch-and-Wait“-Strategie sinnvoll sein. Dies ist jedoch nur möglich, wenn das Lymphom sehr langsam wächst. Eine weitere Behandlungsmethode ist die Antikörpertherapie. Dabei wird der Umstand genutzt, dass die Krebszellen bestimmte Eiweiße an ihrer Oberfläche haben. Die verabreichten Antikörper können diese Eiweiße erkennen und bilden einen Komplex mit der defekten Zelle, in deren Folge diese zerstört wird. Die Antikörpertherapie wird in Kombination mit der Chemotherapie durchgeführt. Auch eine Knochenmarkstransplantation oder die Transplantation von Stammzellen aus dem Blut sind mögliche Therapieformen des Non-Hodgkin-Lymphoms [Netdoktor].

Eine weitere Behandlungsmöglichkeit sind dendritische Zellen. Wissenschaftlich konnte ein therapeutischer Nutzen beim Lymphom nachgewiesen werden. Es ist sowohl eine Behandlung als Monotherapie mit dendritischen Zellen möglich als auch eine Kombinations-therapie mit einer Chemotherapie oder Strahlentherapie möglich. Die Nebenwirkungen besagter Therapien werden dadurch gemildert und das Immunsystem gestärkt. Hier erfahren Sie mehr über die [dendritische Zelltherapie]

IMMUMEDIC Servicios Medicos SL. | Niederlassung Europa

Internationaler Medizinischer Dienstleister

Tel. International +34 654 431 317 | Deutschland: +49 69 770 670 68

E-Mail: info@krebsratgeber.eu

Unsere Informationen werden nach bestem Wissen und Gewissen erstellt und weitergegeben. Sie sind ausschliesslich für Interessierte gedacht und ersetzten keinesfalls eine Diagnose- oder Therapieanweisungen. Wir übernehmen keine Haftung für Schäden irgendeiner Art, die direkt oder indirekt aus der Verwendung der Angaben entstehen.

Bei Verdacht auf Erkrankungen konsultieren Sie bitte Ihren Arzt.

ausgewählt von bunte-suche.de